Die schwarze Wallfahrt

 

Die schwarze Wallfahrt

Wie in dem MS Therrn dargelegt, ist das Kultivieren der Fähigkeit zur natürlichen Magie notwendig, um echte Adeptschaft zu erlangen. Die erste Stufe bei der Erlangung dieser Fähigkeit (die letzte ist die des Internen Adepten) beinhaltet die regelmäßige Durchführung zeremonieller Magie außer Haus – der Ort sollte wegen seiner natürlichen Schönheit gewählt werden und von moderner Entwicklung ungestört sein. Die saisonale Durchführung eines Rituals wie das der Neun Winkel (q.v. The Black Book of Satan III) wird die Teilnehmenden unendlich mehr über das „Rad der Jahreszeiten“ lehren als irgendein pseudo-paganistisches Ritual mit abgelaufenen symbolischen Repräsentationen der involvierten Kräfte. Es ist wichtig, dass diese Riten die ganze Zeit (Jahr[e]) an der selben Stelle zu den sieben Festen (q.v. Therrn) durchgeführt werden. Die zweite Aufgabe beinhaltet die Durchführung der natürlichen Form des Ritus der Neun Winkel mit dem Partner (der Ort hierfür kann der selbe sein, der vom Tempel genutzt wird, oder einer, der extra für diese Unternehmung ausgewählt wurde). Bei der dritten Aufgabe geht es um die schwarze Wallfahrt. Traditionell ist dies eine Wanderung – allein unternommen – von ungefähr 80 km, die entlang von Orten führt, die mit der Dunklen Tradition verbunden sind (an der walisischen Grenze gelegen). Dieser Ritus wird gewöhnlich zur Herbst Tagundnachtgleiche durchgeführt; im Morgengrauen beginnend und darauf abzielend, zur Abenddämmerung des nächsten Tages zu enden. Der Kandidat muss im Besitz eines Quarz Kristalls sein (idealerweise in der Form eines Tetraeders) und darf nur einen Schlafsack (keine andere Form der Zuflucht) und das nötige Minimum an Nahrung mitnehmen. Dem Kandidaten ist gestattet, während der ersten Nacht an einer der Stätten, die von Interesse sind, zu rasten/schlafen. Während der Reise mag der Kandidat an den verschiedenen Stätten anhalten, um einen Chant durchzuführen (z.B. den Diabolus). Gegen Abend des folgenden Tages sollte der Kandidat versuchen, eine bestimmte Stelle auf dem Long Mynd (ein Ort in der Nähe von Wild Moor) zu erreichen, und dort das Solo-Ritual der neun Winkel durchzuführen. Anschließend bleibt der Kandidat am Ort, um dort zu übernachten. Am nächsten Morgen verlässt der Kandidat die Stätte, wenn die Wallfahrt beendet ist.

Diese Aufgabe wird für gewöhnlich von denen durchgeführt, die den Grad des Externen Adepten innehaben (q.v. Naos), aber der Initiat kann sich auch dafür entscheiden, die Wallfahrt mit dem Ritual des Externen Adepten zu kombinieren. Dies würde bedeuten, dass das Gradritual direkt im Anschluss an die Wallfahrt und das Solo-Ritual der Neun Winkel durchgeführt wird (dies ist eine sehr effektive Kombination, aber optional).

Mit Rücksicht auf Kandidaten, die anderen Ländern leben: der Kandidat muss einige Zeit damit verbringen, eine passende Route zu erschaffen, entlang der die Wallfahrt unternommen werden kann. Diese Route soll Orte beinhalten, die für den Kandidaten – und nachfolgende Initiaten – einzigartig sind: sie müssen nicht von etabliertem historischen oder magischen Interesse sein (tatsächlich wäre es besser, wenn sie es nicht sind). Viel mehr müssen sie Isolation und natürliche Schönheit/Wildheit bieten, und die Strecke selbst sollte ziemlich abseits von konventionellen Pfaden liegen. Der Ort, der für den Ritus der Neun Winkel gewählt wird, sollte von besonderer esoterischer Signifikanz sein, und dieser Aspekt sollte vor der Durchführung der Wallfahrt geschaffen werden – durch das zeremonielle Öffnen eines Erd-Tores oder die natürliche Form des Ritus der Neun Winkel usw. Die Schaffung einer schwarzen Wallfahrt, die für das entsprechende Land des Initiaten relevant ist, stellt einen neuen und lebendigen Ausdruck der sinistren Tradition dar.