Das Rad des Lebens

 

Das Rad des Lebens



Das Rad (wie in NAOS illustriert ) zeigt in diagrammatischer Form die Verhältnisse zwischen den Jahreszeiten, den zodiakalen Konstellationen, den vier fundamentalen Elementen usw.. Es ist ein esoterischer Teil des siebenfältigen Systems.

Zwei wichtige Aspekte dieser Repräsentation sollten bemerkt werden. Erstens, die Konstellationen sind nicht in gleichen „Segmenten“ verteilt, und Zweitens, der Zeit-Pfad (das heißt, der Fortschritt von einer Konstellation zur nächsten im Tierkreis) ist spiralförmig, statt kreisförmig. Beide repräsentieren, was tatsächlich stattfindet.

Widder, Waage, Krebs und Steinbock erhalten mehr Raum im Vergleich zu den anderen Tierkreis Konstellationen, da es sich um Perioden handelt, in denen bestimmte okkulte Kräfte auf der Erde stärker sind. Sie repräsentieren „Gezeiten“, und die Wechsel zu diesen Gezeiten werden von Äquinox und Sonnenwende markiert. Folglich sind die günstigen Zeiten für magische Arbeit die „Jahreszeiten“, die von Äquinox und Sonnenwende markiert werden.   

Weiterhin repräsentiert das Rad den Zeit-Pfad, der in der „Natur“ vorkommt – dieser Wechsel ist nicht kreisförmig sondern eher spiralförmig: eine korkenzieherartige Bewegung im Uhrzeigersinn. Das Muster ist dreidimensional, aber zur Bequemlichkeit als zweidimensionales Rad dargestellt. Folglich ist es eher eine Evolution, statt eines beständig wiederholten Musters: der spiralförmige Pfad kehrt nicht zum Ausgangspunkt zurück, sondern ein neuer Zyklus beginnt, wo der alte Pfad endet. Diese zwei Aspekte, und die damit assoziierten Korrespondenzen im Diagramm, formen einen Teil der echten
westlichen Tradition.

Es ist bedauerlich, dass die meisten Suchenden der entstellten Tradition folgen, die die Golden Dawn wiederbelebt und veröffentlicht hat. Beispielsweise leiten die meisten „okkulten“ Bücher, die sich mit den Tierkreis Konstellationen befassen, die meisten ihrer Zuordnungen/Korrespondenzen von den realen und imaginären Qualitäten der Tiere/Symbole ab, die dazu dienen, die Konstellationen zu benennen. Es sollte Jedem mit etwas Intelligenz klar sein, dass die äußere Form, die die Sterne für einen Beobachter bilden, irrelevant ist, außer zum Zweck genereller Klassifikation. Was aus esoterischer Sicht wichtig ist, ist was in den Vibrationen/Kräften und rund um die Erde in der Zeit des Jahres geschieht, die durch die Konstellationen gekennzeichnet ist.

Zu lange haben Sucher okkulten Wissens die Korrespondenzen – oder was sie für Korrespondenzen hielten –  von Büchern oder Lehrern absorbiert, die vorgaben, esoterische Lehren zu repräsentieren. Sie haben, kurz gesagt, niemals die Realität der Kräfte erfahren, die angeblich von den Korrespondenzen repräsentiert  werden: sie sind stark studiert, aber schwach in (und häufig fehlt es völlig an) praktischen magischen Erfahrungen.

Im siebenfältigen Weg werden Initiaten gelehrt, die Realität dieser Kräfte zu erfahren, statt sklavisch Lehren oder „Traditionen“ zu folgen. Dieser Prozess beginnt mit dem Gradritual des Externen Adepten, führt fort über das Gradritual des Internen Adepten und wird endlich durch das Passieren des Abyss komplettiert. Daraus folgt Begreifen und Verstehen dieser Kräfte, wie sie in sich selbst sind.

Die Korrespondenzen des siebenfältigen Systems repräsentieren die Ergebnisse dieses Begreifens und Verstehens, und sind daher Teil der echten Tradition. Es ist kein Zufall, dass Magie, die unter Verwendung des siebenfältigen Systems durchgeführt wird, kraftvoller als jene ist, die auf anderen Systemen (so wie die Kabbala) basiert.