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Die innere Bedeutung des siebenfältigen Weges PDF Drucken E-Mail

Die innere Bedeutung des siebenfältigen Weges


Der siebenfältige Weg ist eine natürliche Alchemie – das heißt, ein Mittel der Transformation. Das Subjekt dieser Alchemie ist das Individuum, und das Ziel oder Objekt der Alchemie ist die Schaffung eines neuen Individuums. Dieses Individuum ist, durch die Eigenschaft der stattfindenden Transformation, ein höherer Typus; d.h. es gibt eine Evolution des Individuums als Ergebnis dieses alchemistischen Prozesses.

Diese Alchemie ist natürlich, da sie die Schaffung oder Bereitstellung der richtigen Bedingungen für solch eine positive Transformation beinhaltet. Das heißt, es findet ein „Zusammenarbeiten“ mit den Kräften oder Prozessen der Natur statt. Die Veränderung, die Evolution die stattfindet, ist eine natürliche, die unter den richtigen Umständen mit der Zeit stattfinden würde oder könnte. Effektiv beschleunigt der siebenfältige Weg die Evolution, die in der Natur stattfindet oder stattfinden kann.

Grundsätzlich beinhaltet der Weg, dass das Individuum bestimmte Aufgaben unternimmt und in bestimmter Weise über einen Zeitraum von mehreren Jahren lebt. Der Weg ist praktisch. Hierzu gehört, dass das Individuum sein Bewusstsein, sein Wissen, seine Fähigkeiten entwickelt, sich seine Instinkte und seine Psyche bewusst macht und versteht. Dazu gehört, dass das Individuum sowohl die „lichten“ als auch die „dunklen“ Aspekte von sich selbst,  anderen und der Natur praktisch erfährt und darüber lernt. Der Weg beinhaltet, dass das Individuum das Wissen und die Einsichten die es erhält nutzt, um Veränderungen in sich selbst und in der Welt hervorzurufen: einen Beitrag zur Evolution zu leisten, das eigene Leben bedeutend zu machen.

Auf Grund dieser Sachlichkeit ist der Weg schwierig und gefährlich. Er beinhaltet ein Engagement von mindestens zehn Jahren – und gelegentlich einen stolzen Trotz. Er erfordert für seinen Erfolg Individuen mit Geist, mit Mut, Individuen die bereit sind, zu erforschen, zu entdecken , ihren Weg trotz Schwierigkeiten zu machen. Das heißt, es ist ein Weg, der nicht zur Masse passt – so wie die Masse zur Zeit ist: weich, genährt vom Materialismus und dem Hedonismus des Moments. Grundsätzlich sind der Weg – und sein Lohn – für jene geeignet die, wenn auch nur instinktiv, den Geist eines wahren Kriegers besitzen.

Der Einfachheit halber ist der Weg in sieben Stufen eingeteilt. Diese Stufen repräsentieren das Erfüllen bestimmter Ziele durch das Individuum. Sie wiederum sind Stufen auf dem Weg, das Ziel des Weges zu erreichen. Dieses Ziel ist ein neuer Typ des menschlichen Wesens, jemand der das latente Potenzial erfüllt hat und daher auf einer höheren Existenzstufe als die Mehrheit steht.  Diese neuen Individuen verstehen mehr als andere, haben größere Einsicht, größere Weisheit. Sie besitzen seltene und einzigartige Fertigkeiten. Sie sind vollständige Individuen, die Selbsterkenntnis erlangt haben – die ihre Grenzen erfahren haben, das Licht und das Dunkel, die die Gegensätze vereint haben und so jenseits von ihnen gelangt sind.

Ein Teil der Arbeit des Weges befasst sich mit dem Erlernen und praktischen Erfahren dessen, was das „Okkulte“ und „Magie“ genannt wird. Dieses Lernen und Erfahren – sowohl der „lichten“ als auch der „sinistren“ Aspekte – geschieht früh auf dem Weg und bezieht sich tatsächlich auf die ersten beiden Stufen.  Daher geht der Weg, auch wenn er das Okkulte – und Magie – umfasst, weit über das hinaus, was „okkult“ oder „magisch“ ist. Lediglich in Teilen der frühen Stufen befasst sich der Weg mit „Ritualen“ und „Zeremonien“ und „okkultem“ Wissen und Fähigkeiten. Sie sind ein Lernprozess, ein Anfang des Selbst-Verstehens, dessen Entwicklung eines der Ziele des Weges ist. Von Anfang an schreitet das Individuum fort – zu neuen Erfahrungen, um neue Einsichten zu erlangen.

Durch solches Lernen und Verstehen wird Wissen erlangt und der Charakter geformt – das heißt, das Individuum verändert sich durch die gemachten Erfahrungen. Es lernt und wächst. Oder es versagt: gibt auf oder wird durch die eine oder andere Erfahrung vernichtet und zeigt so, dass es den Anforderungen nicht gewachsen war, nicht die richtigen Qualitäten besaß, um erfolgreich zu sein. Denn der siebenfältige Weg ist selektiv, wie die Natur – er testet, und wählt jene, die überleben können; er kümmert sich nicht um die Versager, denn sie haben sich selbst als unpassend enthüllt. Dies ist natürlich hart – es muss so sein, denn das ist häufig der Preis der Evolution.

Jede Stufe des Weges ist mit verschiedenen Aufgaben verbunden. Diese Aufgaben erzeugen, entsprechend ihrer Natur, Veränderungen im Individuum, die zur jeweiligen Stufe passen. Das heißt, die Aufgaben entwickeln und erweitern das Individuum auf bestimmte Art. Sie entwickeln Einsicht, Wissen, Fertigkeiten, Charakter. Der Effekt der Stufen ist kumulativ – jede baut auf den Grundlagen auf, die durch die vorangegangene Stufe(n) gelegt wurden. Die frühen Stufen befassen sich hauptsächlich mit persönlicher Entwicklung, mit dem Erreichen einer Synthese, mit dem mehr-bewusst-werden dessen, was verborgen/unbewusst/“okkult“ im Individuum und in der Natur ist. Die späteren Stufen befassen sich mit dem Erwerb überpersönlichen Wissens, Einsichten und Fähigkeiten – mit „äonischen“ Angelegenheiten und damit, wie das Individuum, und andere Individuen der selben oder höheren Stufe persönlicher Entwicklung, dieses Wissen, die Einsichten und Fertigkeiten nutzen können, um Veränderungen „in der Welt“ hervorzurufen, die diesen Individuen und der Evolution im Allgemeinen Nutzen bringen.

Die ersten beiden Stufen des Weges trainieren, rüsten und erweitern den Novizen. Das Ende der dritten Stufe bringt einen Adepten hervor, d.h., es erzeugt echte „Individuation“, die Einheit oder Synthese der Gegensätze im Individuum, und bringt Selbst-Meisterschaft sowie die Entwicklung bestimmter Fähigkeiten („okkulte“ und andere) mit sich. Die vierte Stufe entwickelt den Adepten weiter und bringt ein Bewusstsein und Verständnis äonischer Prozesse und Kräfte: was „das Akausale“ genannt wird, und wie sich das Akausale in der kausalen oder „temporalen“ Welt vergegenwärtigt und so Veränderungen in ihr und den Menschen hervorruft. Das Ende der vierten Stufe erschafft einen „Meister“ oder eine „Meisterin“ - also jemanden, der eine tiefe Einsicht, Wissen und Meisterschaft von sich selbst und den Kräften außerhalb, insbesondere der akausalen, erlangt hat. Während der fünften Stufe verwendet dieser Meister oder die Meisterin dieses Wissen und diese Fähigkeiten, um Veränderungen im Kausalen herbeizuführen – das Akausale zu vergegenwärtigen und so Veränderungen „in der Welt“ zu erzeugen. Dadurch erlangen sie mehr Wissen, mehr Einsicht, mehr Erfahrung – wirkliche Weisheit – und entwickeln sich noch weiter. Die sechste, und letzte weltliche, Stufe komplettiert diesen Prozess – das Individuum, das nun Großmeister/Meisterin ist, verursacht großflächige, fundamentale äonische Veränderungen. So erreicht die Existenz dieses Großmeisters/Meisterin etwas Bedeutsames und erfüllt so das Potenzial, das latent in ihm/ihr war.

Grundsätzlich ist der siebenfältige Weg eine praktische, erprobte Methode, mit der Individuen danach streben können, die Bedeutung ihrer Existenz zu erfüllen: als bewusste, kreative Wesen, die in der Lage sind, fundamentale und signifikante Veränderungen „in der Welt“ zu verursachen. Er ist ein Mittel, mit dem sie zur Evolution beitragen können;  wodurch sie ihrem Leben Bedeutung und Sinn geben können; er ist ein Mittel, mit dem sie sich weit über die Masse erheben können, die zufrieden mit ihrem unbedeutenden Anteil ist, die „keine Lust“ haben, denen der Geist fehlt, ihr Leben wertvoll zu machen, die die Gelegenheit verspielen, die das Leben bietet.

Es ist jedoch ein Weg für die Wenigen. Er testet ständig; ist oft schwierig und beinhaltet häufig reale, praktische, physische Gefahr. Er beinhaltet die Konfrontation mit dem Verborgenen – sinistren. Er beinhaltet die Erfahrung des „Verbotenen“, des Häretischen, des Satanischen – und des „Lichts“, des  Göttlichen. Er beinhaltet eine lange, beschwerliche Reise in jene schwer zu beschreibende Welt, in der das Licht und das Sinistre nur zwei Aspekte der selben Sache sind. Er beinhaltet  eine komplette „Umwertung aller Werte“ - das Erreichen des Zieles eines höheren, entwickelteren Wesens. Aber vielleicht am Wichtigsten ist, dass es ein Weg ist, den der Einzelne allein unternimmt – ohne jemanden, der ihn unterstützt, ermutigt, wenn die Dinge schwierig werden. Es ist ein Weg in dem es manchmal darum geht, Fehler zu machen, auf die harte Tour zu lernen.

Der siebenfältige Weg beinhaltet kein „großes Geheimnis“; er lehrt kein „geheimes Wissen“ (verschollen oder sonst wie). Er bietet kein „Großes Ritual“ oder eine magische „Zeremonie“ an, die irgendwie Instant-“Weisheit“, „Adeptschaft“ oder was auch immer verleiht. Er ist, und ist nicht, satanisch und sinister.

Die innere Bedeutung des Weges ist die, dass er ein praktisches Mittel darstellt – einen Weg, Individuen fundamental und radikal zu verändern. Er ist ein Mittel, die nächste Stufe unserer Evolution zu erschaffen: Homo Galactica. Dieser neue Personentyp wird tatsächlich Teil einer neuen, verborgenen Elite sein – einer Elite, die die  Massen über viele Jahrtausende leiten und verändern wird. Jene, die diesen Weg erfolgreich beenden, haben die Fähigkeiten und das Wissen, um Gesellschaften und Zivilisationen grundlegend zu transformieren und so Geschichte zu machen. Verglichen damit sind alle anderen Ziele insignifikant.

In Wirklichkeit ermöglicht der siebenfältige Weg Individuen, Gott zu spielen.

 
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