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Baphomet: Eine Bemerkung zum Namen


Der Name Baphomet wird von traditionellen Satanisten als „die Herrin (oder Mutter) des Blutes“ bedeutend angesehen – die Herrin, die sich manchmal im Blut ihrer Feinde wäscht, und deren Hände daher befleckt sind. (Siehe „Die Zeremonie der Abberufung“.)

Die angenommene Abstammung ist aus dem Griechischen – (baphe metra) und nicht, wie gelegentlich gesagt wird, von – metios (die attische Form von „weise“). Derartiger Gebrauch des Terminus „Mutter“/Herrin war in jüngeren griechischen alchemistischen Schriften ziemlich verbreitet – z.B. verwendete Iamblichus in „De Mysteriis“ metriso, um Besessenheit durch die Mutter der Götter anzuzeigen. Spätere alchemistische Schriften tendierten dazu, den Präfix zu gebrauchen, um einen spezifischen Typ von „Amalgam“ zu kennzeichnen (und manche halten dies für eine Metapher für das Amalgam von Sol mit Luna im sexuellen Sinn).

Im siebenfältigen System ist Baphomet, als Herrin der Erde, mit der sechsten Sphäre (Jupiter) und dem Stern Deneb verbunden.  Sie ist daher in gewissem Sinne ein magisches „Erd-Tor“ (q.v. Die neun Winkel) und ihre Reflektion (oder „kausal“ im Sinne von, ihrer „akausalen“ oder sinistren Natur entgegengesetzt) ist die dritte Sphäre (Venus), die mit dem Stern Antares in Beziehung steht. Entsprechend esoterischer Tradition wurde der Antares-Aspekt ca. 3000 Jahre BP in Albion rituell gefeiert - in der Mitte und gegen Ende des Monats Mai – und von einigen Steinkreise/heiligen Orten wurde gesagt, sie seien nach Antares ausgerichtet. Im Gegensatz wurde der sinistre Aspekt der Herrin (d.h. Baphomet) im Herbst gefeiert, und hing mit dem Aufgang von Arkturus zusammen, wobei Arkturus selbst sich auf den männlichen sinistren Aspekt bezieht (zweite Sphäre der Siebenheit), der später mit Luzifer/Satan identifiziert wurde. Folglich war die August-Feier ein sinistrer Hieros gamos – die Vereinigung von Baphomet mit ihrem Gatten (oder „Priester“, der die Rolle des männlichen sinistren Aspekts übernahm). Laut Tradition wurde der Priester nach der sexuellen Vereinigung geopfert, bei der die Rolle der Baphomet von der Priesterin/Meisterin des Kultes übernommen wurde. Folglich war das Mai-Fest die (Wieder)Geburt neuer Energien (und des Kindes der Vereinigung). Die Tradition berichtet, dass dieser sinistre heilige arkturische Ritus einmal alle siebzehn Jahre stattfand. Abermals wird berichtet, dass einige heilige Stätten in Albion nach dem Aufgang von Arkturus vor über dreitausend Jahren ausgerichtet seien. Im Mittelalter wurde Baphomet als Braut Satans betrachtet, und aus dieser Zeit stammt der Brauch, „Baphomet“ und „Satan“ als Namen für den weiblichen und männlichen Aspekt der dunklen Seite zu verwenden (zumindest in der geheimen sinistren Tradition).

Daher die traditionelle Darstellung (Bsp. 1 , 2 ) der Baphomet – eine schöne, reife Frau (häufig nackt gezeigt), die den abgetrennten Kopf des geopferten Priesters empor hält (für gewöhnlich bärtig dargestellt).

Teilweise belebten die Templer diesen Kult wieder, jedoch ohne jedes wirkliche esoterische Verständnis und zu ihren eigenen Zwecken. Sie übernahmen Baphomet als eine Art weiblichen Yeshua, aber mit einigen sinistren/blutigen Aspekten – und im Gegensatz zu den meisten angenommenen Ideen, waren sie nicht besonders „satanisch“. Sie sahen sich eher als heilige Krieger und wurden zu einem militärischen Kult mit Ehrenbanden, auch wenn ihr Konzept von „heilig“ ein wenig von dem der Kirche dieser Zeit abwich, indem es dunkle/gnostische Aspekte beinhaltete. Ihre opfer fanden in der Schlacht statt – und nicht als Teil eines spezifischen Ritus.

Die Bilder von Baphomet (z.B. von Levi ) als hermaphroditische Figur sind romantische Irritationen und/oder Verzerrungen: essenziell der symbolischen/realen Vereinigung von Herrin und Priester und dessen späterem Opfer. Das Gleiche gilt für die Ableitung des Suffix ihres Namens als „Weisheit“ (und als männliches Bild obendrein!) - selbst die verwirrten Gnostiker verstanden „Weisheit“ als weiblich.

 
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