Home arrow Magie arrow Baphomet: Bemerkung III
Eine Bemerkung zur 'Sieben' PDF Drucken E-Mail

Für den Westen wurde der Kosmos immer schon als eine Aufteilung sieben fundamentaler Vibrationen angenommen - ein Konzept, das seinen Ursprung in Albion haben soll. Durch die Zeitalter hindurch wurde dieses Konzept durch verschiedenste Formen symbolisiert: z.B. Sterne, Bäume, Metalle - und Planeten. Die so gewählten Formen werden größtenteils in symbolischem, statt im wörtlichen, Sinne verwendet.

Folglich, in Bezug auf die Planeten, werden jene, die den Sphären des Baum des Wyrd zugeschrieben werden, wie er im siebenfältigen System verwendet wird, als reine Symbole betrachtet, die die sieben fundamentalen Kräfte des Kosmos repräsentieren, statt den Planeten selbst diese Kräfte zuzuschreiben oder gar zu behaupten, die Planeten würden diese Kräfte selbst irgendwie kreieren.

Daß es Zeiten gab, in denen nur sieben beobachtbare Planeten (Sonne und Mond wurden mitgezählt) existierten, beeinflußt das Konzept der 'kosmischen Sieben' nicht, sondern weil sieben Planeten bekannt waren wurden sie bequemerweise als Symbole gewählt, um die bereits existierenden sieben Vibrationen zu beschreiben. Der Umstand, daß seither andere Planeten beobachtet wurden ist irrelevant, da diese Planeten nicht verändern, was schon existiert - die Sieben - und daher esoterisch bedeutungslos sind, weil sie nur in einem symbolischen Sinne genutzt werden.

Natürlich soll das nicht heißen, daß die Planeten und Konstellationen keine 'Effekte' im esoterischen Sinn andeuten, doch in einem magischen Ritual produziert der gewöhnliche 'Grimoire'-Angang an ihren Beitrag so winzige wahrgenommene Ergebnisse, daß man sie vernachlässigen kann (und das was existieren mag - an sich ziemlich unbedeutend - wird nicht erkannt, weil etwas anderes erwartet wurde).

In Bezug auf die Konstellationen erfordert ein Verständnis ihrer Bedeutung innerhalb der Werke des Kosmos eine bestimmte Lebensweise, die nur wenige heutzutage annehmen werden - und dieses Leben kann sich über etliche 'alchemistische Zeiten' (viele Jahre) hinziehen. In jedem Fall muß der Adept für sich selbst, durch praktisches (Er)Leben, die Realität dieser natürlichen Formen entdecken - als vollkommen separat von ihrem traditionellen Gebrauch als abstrakte Symbole in der Geschichte.

Eine Form wie die Astrologie nähert sich der Natur durch ein Verständnis, daß in Symbolismus gefangen ist; Magie verwendet Symbolismus als Mittel zu einem ganzheitlichen Verständnis, der Symbolismus (und das beinhaltet solche Formen wie den Baum des Wyrd) wird fallengelassen, sobald der Kosmos wahrgenommen wird, wie er ist, frei von Illusionen. Wie stets betont, kann diese Wahrnehmung nur durch eine alchemistische Lebensweise erreicht werden, wie sie in den praktischen Übungen des siebenfältigen Weges bewahrt ist.

 
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