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Die sinistre Dialektik

 

 
Die sinistre Dialektik (häufig die sinistre Dialektik der Geschichte genannt) ist die Bezeichnung für satanische Strategie - das heißt, (a) die Verwendung Schwarzer Magie um Individuen/Ereignisse in bedeutendem Maße zu verändern; (b) um Kontrolle und Einfluss zu gewinnen; und (c) der Gebrauch satanischer Formen (Individuen/Einfluss etc.) um Veränderungen hervorzurufen/zu provozieren.

Satanische Strategie hat ihre Grundlage in Äonik. Äonik stellt ein Mittel dar, die Muster, Prozesse und Energien, sowohl kausal als auch akausal, die Individuen und ihre Gruppierungen, von Gesellschaften bis zu Zivilisationen, geformt haben und formen, rational zu studieren. Weiterhin erlaubt Äonik die Interpretation aktueller Ereignisse/Trends und kann (innerhalb gewisser Grenzen) künftige Muster voraussagen.

(Eine grundlegende Einführung in Äonik findet sich im gleichnamigen Ordensmanuskript. Fortgeschrittenere Studien beinhalten die Beherrschung des fortgeschrittenen StarGame.)

I. Auf einer Basisebene befasst sich die Dialektik mit einfacher Opposition - mit der Auflehnung gegen das zu bestimmten Zeiten Akzeptierte oder Konventionelle. Dies ist Häresie - die Rolle des Gegenspielers, Infragestellung sowohl bewusster als auch unbewusster Normen. Diese Opposition wirkt auf zwei Ebenen - der individuellen und der gesellschaftlichen.

1) Individuell: Die Strategie besteht darin, Individuen Möglichkeiten zu bieten, das Verborgene/Verbotene in der eigenen Psyche zu entdecken, oder sie dorthin zu führen/dahingehend zu beeinflussen. Dies bedeutet Katharsis auf einem individuellen Level.

2) Gesellschaftlich: Die Strategie bedeutet, dass satanische Individuen/Organisationen (häufig ohne direkte satanische Konnotationen) häretische Ideen verbreiten oder unterstützen. Das Ziel von (1) und (2) ist die Herausforderung, und dadurch das Provozieren von Veränderung, Reaktion.

Gegenwärtig bedeutet (1) Riten wie die Schwarze Messe (siehe Ordens-MS 'Satanismus, Blasphemie und Schwarze Messe'), die Messe der Häresie und andere Mittel der inneren Befreiung. (2) bezeichnet die Unterstützung tatsächlich häretischer Inhalte - dies bedeutet u.a. die Vertretung des Konzepts der Ungleichheit, des Krieges, die Anregung von Diskussionen, Verbreitung von Informationen zu Themen, die von der trägen Mehrheit ignoriert werden [Anm.: aus rechtlichen Gründen findet sich der vollständige Text nur im Mitgliederbereich]. Weiterhin beinhaltet (2)gegenwärtig aktiven Widerstand gegen die ungesunde und anti-natürliche Unterdrückungsmoral des Nazareners.

All dies sind jedoch nur Taktiken, um weit reichendere strategische Ziele zu erreichen. Sie sind lediglich Mittel. Diese Mittel können und werden sich ändern, so wie die Zeiten sich ändern - oder Gesellschaften. Ein Beispiel, (2) betreffend: in einer Gesellschaft, die tyrannisch Anti-Egalitär ist, bestünde die Taktik wahrscheinlich darin, egalitäre Tendenzen zu unterstützen.

II. Auf einem höheren Level befasst sich die Dialektik mit Langzeitevolution - mit der Erschaffung und Veränderung von Zivilisationen und ultimativ mit der Schaffung einer neuen Art von Individuum, einer neuen Spezies. Das bedeutet Änderung unserer Evolution, eine Änderung in Richtung des 'Satanischen'.

Dies bedeutet zwei Dinge - oder besser, zwei taktische Angänge. (1) Individuen zu ermöglichen, sich selbst bewusst zu verändern, zu entwickeln, und so Teil dieser evolutionären Veränderung zu werden. (2) Die Veränderung/Beeinflussung der Strukturen (wie z.B. Gesellschaften) um sie zu Instrumenten dieses Wandels, oder zumindest unschädlich für ihn zu machen.

(1) beinhaltet Externe und Interne Magie - das Befolgen des Siebenfältigen Sinistren Weges. (2) beinhaltet Äonische Magie - z.B. die Schaffung neuer archetypischer Formen oder Bilder und die Infektion in der Psyche Anderer, die daraus resultiert - und der Gewinn und die Ausnutzung von Einfluss.

Es sollte verstanden werden, dass, gleichwohl sich die Taktiken von I ändern können und ändern, die Taktiken unter II essenziell die selben bleiben, da das Ziel präzis ist. Darüber hinaus unterstützt I in vielfältiger Weise II - das heißt, die Opposition zu einer fixierten Vorstellung oder einem Dogma, wie sie zu einem bestimmten Moment der Geschichte akzeptiert sind, provoziert eine Veränderung, führt zu einer neuen Synthese und so zu einer Evolution des bewussten Verstehens in Individuen, wodurch der sinistren Dialektik auf einer höheren Ebene gedient wird.

Essenziell handelt es sich bei I um exoterischen, bei II um esoterischen Satanismus - und es ist notwendig, diese Unterscheidung zu treffen, da die Mittel von I mit der Zeit (über Jahrhunderte) variieren, während II relativ fix bleibt, und nur all zu oft halten Novizen (und Andere) eine Taktik, die in I verwendet wird (wie z.B. Politik) für etwas Satanisches, obwohl es nur eine Taktik, ein Mittel, eine Form ist.

Der Grund 'warum' es (im echten Satanismus zumindest) eine sinistre Strategie gibt - eine Dimension jenseits des Persönlichen - ist einfach: er liegt in der Natur des Satanismus (des echten zumindest) selbst. Satanismus ist auf seinem höchsten Level mit 'kosmischer Veränderung' befasst - das heißt, er ist ein Ausdruck der Evolution bewusster Existenz. Evolution ist etwas an dem wir, als bewusste Wesen, aktiv teilnehmen und sogar erzeugen können. So handelnd, erfüllen (und überschreiten) wir das Potenzial, das wir besitzen; unsere Existenz in der intensivst möglichen Weise bekräftigend. Anders betrachtet (in Begriffen, die kürzlich entwickelt wurden, um solche Dinge zu erklären - z.B. um sie bewusster und so kontrollierbarer zu machen) greift Satanismus, durch Nexions, auf das Akausale zu, und erhöht so die Menge des Akausalen, die im Kausalen gegenwärtig ist.

Diese Nexions sind psychisch (innerhalb der Psyche des Individuums), physisch (Orte auf der Erde, an denen Kausal und Akausal sich überschneiden oder dicht beieinander liegen), oder werden durch magische Riten geschaffen.

Äonik und die sinistre Dialektik sind Mittel, die unsere Existenz als Individuen bereichern - die uns nicht nur die Möglichkeit bieten, unser Bewusstsein und unsere Fähigkeiten zu erhöhen, sondern sie auch zu gebrauchen.

Folglich ist Satanismus, korrekt verstanden, mehr als die Glorifizierung des Ego, oder ein Schwelgen in Genüssen, oder eine Art intellektuellen, 'esoterischen' Wissens. Er ist ebenfalls mehr als ein mit dunklen Erfahrungen garniertes 'extremes' Leben führen (das ist lediglich eine Stufe - siehe das MS 'Die Praxis des Bösen, im Kontext').

Im Wesentlichen bedeutet die sinistre Dialektik Satanismus und Satanisten in Aktion - Satanisten, die Gott spielen: sich selbst verändern, Andere, Gesellschaften, Zivilisationen und selbst die Evolution. Dies sind Gründe und Rechtfertigung der sinistren Strategie

 

 
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