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Dunkle Pfadarbeit

 

Eine der ersten Aufgaben entlang des sinistren Pfades besteht in der magischen Technik, die gemeinhin als Pfadarbeit bekannt ist. Essentiell ist diese Technik fundamental für den Beginn magischer Entwicklung. Beim Arbeiten mit dem Sinister Tarot mag der Initiat bemerken, dass einige Arbeiten intensiver sind als andere. Verbunden mit dieser Intensität ist ein Gefühl, dass die Charaktere und Szenerien des Bildes tatsächlich selbst lebendig wurden. Das heißt, sie haben auf einmal ein Eigenleben, ein Leben, das nicht länger durch das Bewusstsein des Individuums beschränkt ist, sondern plötzlich objektiv und vom Bewusstsein unterscheidbar geworden ist. Es liegt in diesen tieferen Formen der Pfadarbeit, dass wirkliche Initiation stattzufinden beginnt, denn es sollte bemerkt werden, dass der Ritus der Initiation nicht immer eine vollständige Transformation hervorbringt, sondern eher einen Anfang markiert.

Zwei Formen der Pfadarbeit können generell anhand der Kontrolle, die der sinistre Pfadarbeiter über die Bilder/Energien hat, unterschieden werden. In einer niedrigeren Form der Pfadarbeit ist die Richtung der Energien allein durch die Imagination des Individuums bestimmt, z.B. visualisiert der Iniatiat die Mondgöttin, imaginiert, dass sie zu sprechen beginnt, vielleicht mit einer fremden, tiefen ätherischen Stimme, eine die mit der akausalen Natur verzaubert ist, die sie als Wesen symbolisiert, auch wenn viele glauben, es sei nur ein Haufen toter Fels...

Hier wird die Arbeit allein von der Imagination bestimmt. Eine tiefere Ebene der Pfadarbeit, eine, die für gewöhnlich nur auftritt, wenn der Initiat stetig mit den Bildern selbst gearbeitet hat, beginnt, wenn die Wesen in den Karten selbst lebendig werden, nicht mit der Kraft der Imagination des Individuums, denn dies ist lediglich ein Mittel, um mit den Energien zu arbeiten, sondern von selbst lebendig werden, ihre eigene Natur und Energie ausdrücken, die sowohl innen wie auch außen ist, das was das Akausale ist.

Ein weiterer Aspekt dieses Grades an Unterscheidung zwischen dem objektiven und dem subjektiven Status des Wesens, mit dem die Dunkle Tradition arbeitet, liegt in den Dunklen Pfaden selbst. Diese Arbeiten führen den initialen Abstieg ins Akausale fort.

Wie in anderen Ordensschriften schon gesagt wurde, liegt es in der praktischen Erfahrung, dass der Initiat Initiate die Dunklen Götter selbst erkundet, dies kann niemals wirklich schriftlich weitergegeben werden. Denn es wird häufig angenommen, dass die Schriften von anderen selbst Weisheit und Erleuchtung bringen können, doch das ist ebenfalls nur eine Illusion des Abyss. Es ist durchaus richtig anzunehmen, dass die Schriften anderer Anleitung sein können, aber, wie schon viele Male zuvor gesagt, sie sind nur Anleitung, nicht Ersatz. Lediglich durch direkte persönliche Invokation können die Dunklen Götter verstanden werden.

Während der dunklen Pfadarbeit meditiert der Magier über dem korrespondierenden Tarot-Bild und erlaubt den beschworenen Energien, sich in Übereinstimmung mit dem Symbolismus zu manifestieren. Wenn eine Arbeit wirklich erfolgreich ist, wird das Bild der Karte seinem Zweck entsprechend als Tor dienen, oder vielleicht exakter, als Vehikel, durch welches der spezifische Dunkle Gott sein Wesen manifestiert. So wird bei einer Arbeit mit Atazoth die Masterkarte selbst bald im wirbelnden Chaos, das von der bildlichen Darstellung des Mannes des Abyss ausgeht, verloren gehen. Dann erfüllt Atazoth den Geist des Initiaten und enthüllt, dass sein Wesen weitaus fremdartiger als das eines einfachen Humanoiden ist.

Als Erweiterung zu den existierenden Dunklen Pfad Techniken, empfehle ich die folgende Arbeit:


Dunkle Pfade II

 

erforderlich:

schwarze Robe

Quarz Kristall

Sinister Tarot Atu


Entscheide dich für eine Art der Bekleidung. Gewöhnlich wird dies eine der folgenden drei sein: schwarze Robe, nackt, oder ganz in schwarz gekleidet.

Nach der Ankunft am Ort der Durchführung kurz vor oder nach Sonnenuntergang, bereite deine Kleidung und deine Materialien vor.

Singe den passenden Sphären-Chant, während du nach Osten blickst und den Kristall auf Brusthöhe hälst.

Jetzt vibriere das heilige Wort neunmal. Falls ein Chant erforderlich ist, singe diesen stattdessen, doch wenn du ihn nicht kennst, virbirere den Namen neunmal und dann noch viermal.

Platziere den Kristall sicher und beginne einen langsamen Tanz. Die Richtung kannst du selbst bestimmen (normalerweise im Uhrzeigersinn für die helleren Sphären, Gegenuhrzeigersin für die dunkleren, so wäre es z.B. für Mars und Jupiter Gegenuhrzeigersinn).

Tanze immer schneller und schneller, bis du zu Boden fällst.

Nun virbiere oder schreie den Namen so kräftig wie möglich.

Nach einem Augenblick visualisiere das Tarot Bild, aber versuche nicht, die Visionen zu kontrollieren, lass sie kommen und gehen wie sie erscheinen.

Wenn die Visionen verblassen, steh auf und beginne den Tanz in der entgegengesetzten Richtung zu der vorher gewählten. Singe/schreie dabei: 'Ich bin die Macht, ich bin der Ruhm, ich bin ein Gott.'

Wenn du zufrieden bist, beende den Tanz. Dann verbeuge dich gen Norden und sage: 'Es ist vollbracht.'

Verlasse den Ort der Arbeit.

Zusätzliche Anmerkungen:

Meditiere sieben Tage vor dem Ritual mindestens fünfzehn Minuten pro Nacht vor dem Schlafengehen über dem Sigil des zu invozierenden Gottes, während du still den Namen wiederholst.

 

Das Finden eines passenden Ortes für die Arbeit ist ebenfalls wichtig. Ein einsamer Wald ist ideal, aber geografische Variationen können alternative Orte bestimmen.

Das Hinzufügen des Sphären-Chants am Beginn des Rituals scheint das Tor zum Akausalen weiter zu öffnen, und ermöglicht so dem Dunklen Gott/der Energie eine deutlich stärkere Manifestation.

Probiere, den Tanz als Ausdruck der Sphäre/des Planeten zu benutzen. Es mag hilfreich sein, astronomische/astrologische Besonderheiten des Planeten zu betrachten, z.B. Größe, Geschwindigkeit des Sonnenumlaufs usw. Diese können Hinweise auf die Energien des Planeten geben und so während des Tanzes zum Ausdruck gebracht werden.

Es ist wichtig, dass die Dunklen Pfade vom Individuum selbst erfahren werden, damit er/sie die geeignetste Technik für sich herausfindet. Obwohl der Hauptteil des Rituals im Wesentlichen des Gleiche bleiben sollte, ist es doch sehr natürlich, dass das Individuum Variationen findet, die für ihn/sie besser funktioneren, z.B. was die Art des Tanzes betrifft.



 

 

 




 
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